Botschaft vom Krisenstab

Liebe Schulgemeinschaft,

allen nun ein herzliches Willkommen im neuen Schuljahr! Solch einen Schulbeginn wie diesen hatten wir noch nie. Gleich mit drei Tagen hitzefrei und zusätzlich einer Maskenpflicht zu beginnen, war eine große Herausforderung. Wie wichtig ist es da eine gute vertrauensvolle Beziehung untereinander zu führen oder weiterzuentwickeln, von den SchülerInnen zur Lehrkraft, von den Eltern zur Klassenbetreuung.  
Einige Eltern haben sich schriftlich an uns gewandt und offen ihre berechtigten Bedenken und Ängste zur “Maskenpflicht im Unterricht” zum Ausdruck gebracht. Vielen Dank für Ihre sehr ausführlichen, persönlichen Briefe! Leider gelingt es uns momentan nicht, alle Schreiben zeitnah zu beantworten, wir bitten um Ihr und Euer Verständnis.
Für die Klassen 5-13 ist die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung befristet bis zum 31.08.2020. Ja, viele machen sich Gedanken: “Wie kann es weitergehen, was passiert danach? Wird sich erst nach den Kommunalwahlen am 13.09. in NRW etwas verändern, findet ein Kurswechsel statt?” Wir wissen es alle nicht. Unsere Waldorfschule kann die bestehenden Vorgaben des Ministeriums nicht ignorieren, sondern wir sind verpflichtet sie umzusetzen. Wir bitten dies zu respektieren.
Doch um eine sinnvolle Nachfolgeregelung ab dem 01.09.2020 mitgestalten zu können, empfiehlt die für uns zuständige Rechtsberatung (für Schulen in freier Trägerschaft), dass Eltern sich direkt an das Ministerium wenden und die Erfahrungen, Beschwerden über die Maskenpflicht in der Schule ihrer Kinder wiedergeben. Das würde uns im Verwaltungsrat und Krisenstab entlasten, da wir in dem Fall nicht der Initiator wären - wir könnten als Initiator gegebenenfalls sogar unsere Schulgenehmigung verlieren. “Hält sich eine Schule nicht an die Vorgaben gemäß § 1 der CorBetrVO, kann die Schulaufsicht Maßnahmen gegen die Schule ergreifen, in letzter Konsequenz sogar die Schulgenehmigung entziehen.”
Auf der Homepage vom Bund der Freien Waldorfschulen (BdFWS) finden Sie in der Pressemitteilung “Kinder brauchen Bewegung und Begegnung” vom 13.08.2020 folgenden Satz: “Der BdFWS unterstützt ausdrücklich die Bemühungen zur Eindämmung der durch Sars-Covid-19 ausgelösten Pandemie. Eine Maskenpflicht im Unterricht lehnt er aber ebenso ab wie pädagogisch kontraproduktive Distanzregeln.” Diese Einschätzung wird aber nicht von allen Mitgliedern der Schulgemeinschaft geteilt, d. h. wir müssen als Entscheidungsträger unserer Schule mit viel Fingerspitzengefühl nach allen Seiten agieren. Unsere Gremien befinden sich in fast täglichem, engem Austausch auf der Suche nach weiteren Beschulungsmöglichkeiten, wie wir als Schulgemeinschaft die Pandemieepoche so gut es geht bewältigen können.  
Im Verwaltungsrat und Krisenstab möchten wir einen Lösungsweg für uns als Schule finden, der vom Kollegium und möglichst vielen Familien akzeptiert und mitgetragen wird.

 
Es ist wichtig, dass jede Familie sich in für sie schwierigen Situationen an die Klassenbetreuung wenden und auch Unterstützung von den Vertrauenseltern erhalten kann. Weiterhin bleiben selbstverständlich der Krisenstab, Verwaltungsrat und Trägervereinsvorstand offen für Ihre und Eure Anliegen. Zu erwähnen sei auch die kostenlose  
Schulpsychologische Beratung Kreis Lippe tel: 05231-621621 https://www.kreis-lippe.de  

Wir kommen gerne mit Ihnen und Euch in Kontakt, nur Mut! In diesem Sinne fand ich einen Buchtitel ”Nur Mut!”, über das Dr. Daniele Ganser, Friedensforscher (1979 bis 1991 Besuch der Rudolf-Steiner-Schule Basel) das folgende Zitat schrieb:
„Ich möchte allen Menschen raten, mutig zu sein, und sich nicht durch Angst erdrücken zu lassen. Wer mutig ist, kann freudig und gewaltlos seinen Weg gehen. Das ist bestimmt nicht immer einfach. Aber Mut öffnet Türen, die sonst verschlossen bleiben...”  

In diesem Sinne wünschen wir unserer Schulgemeinschaft eine gute Zeit.
 
Für den Verwaltungsrat und Krisenstab
Susanne Meiwes
 
Kontakt über die E-Mailadresse: s.meiwes_at_waldorfschule-detmold.de