Zweitklassuntersuchung

Um Besonderheiten und Lernstörungen frühzeitig und differenziert wahrnehmen zu können, wird auch an unserer Schule die sogenannte „Zweitklassuntersuchung“ aus der niederländischen Waldorfschulbewegung durchgeführt. Sie wurde 1986 für die Waldorfschulen entwickelt.

Die Zweitklassuntersuchung oder auch Zweitklasswahrnehmung genannt, ist ein diagnostisches Mittel, das als Reihenwahrnehmung in der zweiten Klasse eingesetzt wird und eine gute diagnostische Hilfe zur ganzheitlichen Betrachtung der Kinder ist.

Sie betrachtet besonders die Lernvoraussetzungen der Bewegungsentwicklung, der Lateralitätsbahnung (links/rechts) und der Entwicklung der Sinnesfunktionen.

Die Zweitklasswahrnehmung wird individuell gehandhabt. Zum einen werden Bewegungswahrnehmungen durchgeführt, zum anderen werden die Fähigkeiten der visuellen und auditiven Entwicklung genauer betrachtet, die Grundvoraussetzung zum Lesen- und Schreibenlernen sind. Zudem werden bestimmte Voraussetzungen für das Rechnen untersucht.

Im Rahmen der Zweitklasswahrnehmung wird eine Auswertung erstellt, die sowohl mit der/dem Klassenlehrer*in als auch mit den Eltern/Erziehungsberechtigten besprochen wird.