Waldorfschulen gegen Rassismus und Diskriminierung

Unsere Schule hat in der Vergangenheit immer eine klare Position gegenüber rechten und diskriminierenden Tendenzen in der Gesellschaft und in Schulgemeinschaft bezogen. Auch können wir Dank des Engagements des Kollegiums und der Schüler*innen im Rahmen der AG „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ solchen Herausforderungen direkt entgegenwirken und ein Bewusstsein für Vielfalt und Toleranz fördern.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Pandemie hat auch der Bund der Freien Waldorfschule mit der Überarbeitung der „Stuttgarter Erklärung“ aus dem Jahr 2007 einen wichtigen Beitrag zur klaren Abgrenzung der Waldorfschulen gegen Diskriminierung und rechte politische Tendenzen geleistet.

Hier sei eine „Nachschärfung“ erforderlich, hieß es von Seiten des Bundesvorstands, um unmissverständlich deutlich zu machen, dass damit auch jede Form rassistischer Diskriminierung gemeint ist.

Als Schulen ohne Auslese, Sonderung und Diskriminierung betrachten die Waldorfschulen „alle Menschen als frei und gleich an Würde und Rechten an, unabhängig von ethnischer Zugehörigkeit, nationaler oder sozialer Herkunft, Geschlecht, Sprache oder Religion“, heißt es in der Erklärung. Weder in der Praxis der Schulen noch in der Lehrer:innenausbildung würden rassistische oder diskriminierende Tendenzen geduldet.

Die Freien Waldorfschulen verwahren sich in der Erklärung außerdem „ausdrücklich gegen jede rassistische oder nationalistische Vereinnahmung ihrer Pädagogik und von Rudolf Steiners Werk“.

Sie distanzieren sich von Formulierungen in diesem Werk, „die von einer rassistisch diskriminierenden Haltung der damaligen Zeit mitgeprägt sind. Sie stehen im vollständigen Widerspruch zur Grundausrichtung der Waldorfpädagogik und zum modernen Bewusstseinswandel,“ wird in der Neufassung der Erklärung betont.

Hier können Sie die gesamte Erklärung im Originaltext lesen:https://www.waldorfschule.de/ueber-uns/printmedien/broschueren/erklaerungen/stuttgarter-erklaerung

Christoph Harrach (Leitung Öffentlichkeitskreis)