Vortrag mit Friederike Gläsener zum Thema „die Ich-Entwicklung des Kindes“

Liebe Schulgemeinschaft,

als Beitrag zum Wochenbrief hat uns ein Gast zum Vortrag von Frau Gläsener freundlicherweise folgenden Rückblick geschrieben:

Am Freitagabend letzter Woche (21.10.22) hat Frau Friederike Gläsener im Saal der Waldorfschule einen ebenso kenntnisreichen wie inspirierenden Vortrag zum Thema Die Ich-Entwicklung des Kindes gehalten.

Frau Gläsener ist freie Dozentin für Waldorfpädagogik/Fortbildungen und Anthroposophie sowie Mitglied des Vorstandes im Bund der Freien Waldorfschulen.

Sie führte unter anderem vor Augen, wie die Sicht und Haltung der an der anthroposophischen Geisteswissenschaft orientierten Waldorfpädagogik schon fast so etwas wie ein spezifisches Gegenmittel gegen einige typische Gefahren unserer Zeit, unserer Welt und unserer Gesellschaft darstellen – zumindest ein Vorbeugemittel. Dazu erwähnte sie eine Fülle subtiler Kenntnisse bezüglich dessen, was in den unterschiedlichen Phasen der Kindheit und der Jugend die wirklichen und damit auch natürlichen und gesunden Entwicklungsbedürfnisse sind. Und auf die geht die Waldorfpädagogik von Jahrgang zu Jahrgang in angemessener Feinabstimmung ein und sucht sie zu erfüllen.

Dabei stellte Frau Gläsener auch sehr klar, dass unter dem Ich, wie es im Thema ihres Vortrags gemeint ist, eben nicht ein Ego mit seinem Egoismus zu verstehen ist, sondern die Herausbildung der Funktion und der Fähigkeit, auf eine Weise seine menschliche Eigenart zu entwickeln, dass es dem Individuum wie auch der Gesellschaft, ja der Menschheit wirklich zuträglich und der Gesundheit förderlich ist.

Dr. R. R. Kiltz