„Denn es is mit der Sach so bewandt, dass es übertrifft allen Menschenverstand“

Mit diesen Worten beschreibt einer der Hirten nach dem Besuch in Bethlehems Stall die Größe des Ereignisses der Christgeburt.

In unserer heutigen Gesellschaft werden die Verstandeskräfte im Allgemeinen als das Höchste angesehen, was also könnte sie noch übertreffen?

Rudolf Steiner hat in seiner „Allgemeinen Menschenkunde“ beschrieben, wie der Wille einen Gegenpol zum denkenden Erkennen bildet. Vermittelnd zwischen beiden steht das Fühlen. Als mit dem Willen zusammenhängend können Initiativkraft und Entwicklung der eigenen Individualität, also Zukunftsimpulse, angesehen werden.

Die Stärkung des Willens, so Steiner, werde am besten durch das wiederholende Tun erreicht.

So mag das Christgeburtspiel, wenn es Jahr für Jahr aufs Neue erschaffen wird, ein stärkender Ruhepol sein, in einer Welt immer schnellerer Höhenflüge der - inzwischen auch schon künstlichen – Intelligenz.

Das Spiel spricht in einfachen, dennoch starken Bildern zu uns, ernsthaft und humorvoll zugleich. In diesem Jahr wird es an unserer Schule erstmals von einer Spielerschar aufgeführt, die hauptsächlich aus Schülerinnen und Schülern der 10., 11. und 13. Klasse besteht.

Finn Schimmel