Die Vergrößerung und Neugestaltung des
Hortgartens
Platzmangel war lange Zeit das Thema der Sitzungen des Hortvorstandes. Da jedoch
die Räumlichkeiten innerhalb der Schule für den Hort nicht weiter ausgeweitet
werden konnten, entschloss man sich den damals recht kleinen Hortgarten zu
erweitern und für die Hortkinder ansprechender zu gestalten.
Darauf bat man mich ein Konzept zu entwickeln, damit aus
dem damaligen "Dschungel" ein Freigelände entstehen kann, wo die Kinder die Zeit
bis zur Busabfahrt spielerisch überbrücken können.
Ich nahm eine Kartierung der vorhandenen Gehölze und Einrichtungen vor, damit
möglichst alle vorhandenen Bäume mit in die Planung integriert werden. Dann
entstand am Zeichentisch nach und nach ein Vorentwurf, der auf der einen Seite
die Kreativität der Kinder nicht allzu sehr unterbinden sollte jedoch ihnen auf
der anderen Seite eine gewisse Anregung zum ( Abenteuerspiel ) geben sollte.
Ein Wegenetz, welches die einzelnen `Highlights´ in organischen Formen
verbindet, ist das Grundkonzept der neuen Anlage. Die Highlights sollten sein:
Sand-Canyon mit Tunnelzugang, darüber eine Holzbrücke, eine Rutsche platziert
auf einem Hügel, Weidentippie, Vogelnestschaukel, Weidendom als zentraler
Treffpunkt und Fachwerkspielhaus.
Das Wegenetz sollte nicht zu massiv wirken, deshalb entschloss ich mich für eine
so genannte wassergebundene Wegedecke. Das heißt, Kies oder Splittbelag
eingefasst mit vorhandenen Natursteinen. Mit dem Aushub für das Wegenetz, sollte
eine bergige Landschaft gestaltet werden. Dadurch wirkt der Garten lebendiger.
Das Fachwerk-spielhaus wurde durch die damalige dritte Klasse innerhalb der
Hausbauepoche gebaut. Die Gefache wurden traditionell mit Weidengeflecht und
Lehm gefüllt. Das war natürlich eine wundervolle Aufgabe für die Kinder; Lehm zu
stampfen und an die Wand zu klatschen.
Nachdem dem Entwurf zugestimmt wurde, rückte wenig später auch schon der Bagger
an, und formte das Gelände dem Plan entsprechend. Die Kinder reagierten sehr
unterschiedlich. Von Verärgerung bis zur Begeisterung war alles dabei. Die
weitere Umsetzung erfolgte in kleinen Schritten mit Hilfe vieler Eltern der
Waldorfschule. Neu eingerichtete Spielgeräte unterlagen kurz nach ihrer Freigabe
dem starken Härtetest der Kinder.
Dieses Projekt hat mir gezeigt, was innerhalb einer Gemeinschaft zu leisten ist,
aber auch welche Grenzen sie hat. Für die Kinder ist das neue Gelände auf jeden
Fall eine Bereicherung für ihre spielerischen Aktivitäten.
Mathias Lang
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